Qualitätssiegel Geriatrie für Akuteinrichtungen


Die Einführung und Weiterentwicklung von einrichtungsinternen Qualitätsmanagementsystemen ist eine Verpflichtung des Gesetzgebers, welche in den
§§ 135 und 137 SGB V
verankert und durch die Vereinbarung gemäß
§ 137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 SGB V
über die grundsätzlichen Anforderungen an ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement für nach § 108 SGB V zugelassene Krankenhäuser des gemeinsamen Bundesausschusses konkretisiert wurde.

Die Grundlage für ein anwendbares Qualitätsmanagementmodell sollte das Prinzip des umfassenden Qualitätsmanagements sein. Dieses Prinzip beinhaltet die Elemente:

  • Patientenorientierung
  • Verantwortung und Führung
  • Wirtschaftlichkeit
  • Prozessorientierung
  • Mitarbeiterorientierung und –beteiligung
  • Zielorientierung und Flexibilität
  • Fehlervermeidung und Umgang mit Fehlern
  • Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
Das eigenständige und vollständige Zertifizierungsverfahren „Qualitätssiegel Geriatrie für Akuteinrichtungen“ berücksichtigt vollständig diese geforderten Qualitätselemente. Es werden auf Grundlage der Anforderungen der DIN EN ISO 9001 unter Zuhilfenahme einer Crossreferenz die spezifischen Anforderungen an die akut-geriatrische Versorgung und weitere branchenspezifische Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem betrachtet.

Das Zertifizierungsverfahren richtet sich sowohl an Einrichtungen der stationären Versorgung als auch an Einrichtungen, die teilstationäre/ambulante Leistungen anbieten.

Für die Erlangung des Qualitätssiegels Geriatrie für Akuteinrichtungen ist der Nachweis eines DIN EN ISO 9001-basierten, den Erfordernissen der Akut-Geriatrie entsprechenden internen Qualitätsmanagements erforderlich. Die Zertifizierung umfasst die Norm-Kriterien und insbesondere die geriatriespezifischen Anforderungen der akut-geriatrischen Versorgung.

Qualitätssiegel Geriatrie für Rehabilitationseinrichtungen

Die Stationären Rehabilitationseinrichtungen haben sich gemäß den gesetzlichen Vorgaben an einem Zertifizierungsverfahren zu beteiligen (§ 20 Abs. 2 SGB IX). Zu den grundsätzlichen Anforderungen an ein internes Qualitätsmanagement sowie an ein einheitliches, unabhängiges Zertifizierungsverfahren, mit dem die erfolgreiche Umsetzung des Qualitätsmanagements in regelmäßigen Abständen nachgewiesen werden muss, wurde auf der Ebene der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) die Vereinbarung zum internen Qualitätsmanagement nach § 20 ‚Abs. 2a SGB IX geschlossen.

Zu den „stationären Rehabilitationseinrichtungen“ gehören nach BAR:

  • Stationäre Rehabilitationseinrichtungen mit einem Versorgungsvertrag nach § 111 oder § 111a SGB V,
  • Stationäre Rehabilitationseinrichtung mit einem Belegungsvertrag durch die Deutsche Rentenversicherung, die Träger der landwirtschaftlichen Sozialversicherung, die Träger der Unfallversicherung, die Träger der Kriegsopferversorgung und die Träger der Kriegsopferfürsorge im Rahmen des Rechts der sozialen Entschädigung bei Gesundheitsschäden,
  • Stationäre Rehabilitationseinrichtungen ohne einen Versorgungs- oder Belegungsvertrag.

Entsprechend der Vereinbarung zum internen Qualitätsmanagement nach „20 Abs. 2a SGB IX sind stationäre Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation gesetzlich verpflichtet, ein Qualitätsmanagement sicherzustellen, das durch zielgerichtete und systematische Verfahren und Maßnahmen die Qualität der Versorgung gewährleistet und kontinuierlich verbessert."

Als grundsätzliche Anforderungen an ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement für stationäre Rehabilitationseinrichtungen wurden durch die BAR folgende Qualitätskriterien definiert:

  • Teilhabeorientiertes Leitbild
  • Einrichtungskonzept
  • Indikationsspezifische Rehabilitationskonzepte
  • Verantwortung für das Qualitätsmanagement in der Einrichtung
  • Basiselemente eines Qualitätsmanagement-SystemsBeziehungen zu Rehabiltanden/Bezugspersonen/Angehörigen, Behandlern, Leistungsträgern, Selbsthilfe
  • Systematisches Beschwerdemanagement
  • Externe Qualitätssicherung
  • Interne Ergebnismessung und –analyse (Verfahren)
  • Fehlermanagement
  • Interne Kommunikation und Personalentwicklung

Das "Qualitätssiegel Geriatrie für Rehabilitationseinrichtungen“ berücksichtigt vollständig die Anforderungen der BAR und der DIN EN ISO 9001. Des Weiteren werden spezifische Anforderungen an eine geriatrische Rehabilitation und branchenspezifische Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem in den geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen (z.B. Grundlagen zur Vereinbarung § 137d SGB V – QU-Reha) einbezogen.

Das eigenständige und vollständige Zertifizierungsverfahren „Qualitätssiegel Geriatrie für Rehabilitationseinrichtungen“ richtet sich sowohl an die Einrichtungen der stationären Versorgung als auch an Einrichtungen, die teilstationäre/ambulante Leistungen anbieten.

Zielgruppen des „Qualitätssiegel Geriatrie für Rehabilitationseinrichtungen“ sind:

  • Einrichtungen bzw. Abteilungen der Rehabilitations-Geriatrie, die bereits über eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 oder einem DIN EN ISO-basierten Verfahren verfügen
  • Einrichtungen bzw. Abteilungen der geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen, die sowohl über eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 als auch über das Qualitätssiegel Geriatrie entsprechend dem bisherigen Add-On-Verfahren verfügen
  • Einrichtungen bzw. Abteilungen der geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen, die eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 anstreben

Zur Erlangung des „Qualitätssiegel Geriatrie für Rehabilitationseinrichtungen“ ist ein internes Qualitätsmanagement auf Basis der Norm DIN EN ISO 9001 und die Erfüllung der rehabilitationsspezifischen Anforderungen der BAR sowie der speziellen Anforderungen an eine geriatrische Versorgung nachzuweisen.

Die Zertifizierung umfasst die Norm-Kriterien und insbesondere die spezifischen Anforderungen an die geriatrische Versorgung in der geriatrischen Rehabilitationseinrichtung.

 

Qualitätssiegel Geriatrie Add-On

Das „Qualitätssiegel Geriatrie für Akut- und Rehabilitationseinrichtungen Add-On“ stellt die Möglichkeit dar, ein Zertifikat zu erwerben, das die Anforderungen an eine geriatrische ausgerichtete Einrichtung erfüllt.

Zur Erlangung des Add-On-Zertifikats muss die jeweilige Einrichtung des Akutbereichs bzw. Rehabereichs bereits über ein anerkanntes Grundzertifikat (z.B. nach KTQ, DIN EN ISO 9001, EFQM) verfügen oder dieses gemeinsam mit dem „Qualitätssiegel Geriatrie“ zeitgleich umsetzten.

Darauf aufbauend werden dann die geriatriespezifischen Anforderungen des Qualitätssiegels Geriatrie als Add-On überprüft. Mit der Erfüllung der Anforderungen kann das „Qualitätssiegel Geriatrie Add-On“ Verliehen werden.

Es werden spezifische Anforderungen an die Akut-geriatrische Versorgung sowie an eine geriatrische Rehabilitation berücksichtigt. Die Anforderungen gliedern sich in die Bereiche Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität.

Das Zertifizierungsverfahren richtet sich sowohl an die Einrichtungen der stationären Versorgung als auch an Einrichtungen, die teilstationäre/ambulante Leistungen anbieten.

Zu den Zielgruppen gehören:

  • Geriatrische Einrichtung bzw. Abteilungen, die bereits über eine nicht geriatriespezifische Zertifizierung verfügen oder zeitgleich anstreben
  • Geriatrische Einrichtungen bzw. Abteilungen, die bereits über eine Zertifizierung nach dem „Qualitätssiegel Geriatrie“ entsprechend dem bisherigen Add-On-Verfahren verfügen.
 

 

 

 

unsere Zertifizierungen und Begutachtungen Angebote:

DIN EN ISO 9001
OHSAS 18001
MAAS-BGW
AZAV Träger und Maßnahmenzulassung
DIN EN ISO 13485
Präqualifizierung
DIN EN ISO 14001
Qualitätssiegel Geriatrie
RehaSpect
ATZ-Zertifizierungssystem Alterstraumatologie
QM in Onkologischen Zentren
Qualitätssiegel bauliche Suizidprävention
Personenzertifizierung - QM
Personenzertifizierung - SCC
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